Seit fast 550 Jahren zählt der Lamer Winkel zu einem der aktivsten Bergbaugebiete Bayerns.
Das Zusammentreffen besonderer geologischer Verhältnisse ermöglichte es, Silber-, Blei- und Eisenerze, Kalk, Flußspat sowie Quarz und Feldspat bergmännisch zu gewinnen. Untersuchungen auf Uran verliefen negativ. Die umfangreiche Bergbautätigkeit der letzten Jahrhunderte führte zu einem nicht unbedeutenden Wohlstand des Lamer Winkels.
Im Lauf der Jahrhunderte waren im Lamer Winkel 15 Gruben aktiv, von denen die meisten ihren Betrieb erst im 20.Jahrhundert einstellten.
Mit dem Zusammenbruch der Bergbautätigkeit Mitte des 20.Jahrhunderts geriet auch die über 500-jährige Bergbautradition des Lamer Winkels bei der Bevölkerung vollständig in Vergessenheit.
Die in mehrerlei Hinsicht bedeutendste Grube des Lamer Winkels ist das ehemalige Silber- und Flußspatbergwerk "FÜRSTENZECHE" .
30 Jahre nach seiner Sprengung 1962 wurde das Bergwerk durch eine Privatinitiative ab 1993 wieder aufgewältigt und der geologischen und mineralogischen Untersuchung zugänglich gemacht. Nach weiteren aufwändigen, sehr kostenintensiven Ausbaumaßnahmen steht die "FÜRSTENZECHE" seit 1998 zu Besuchs- und Therapiezwecken zur Verfügung. Von den gesamten 25 Kilometern Stollenlänge sind für die Besucher etwa 400 Meter befahrbar.
Aus alter und neuer Zeit
Türstockausbau , ca. 1958
Abbau auf der 40m-Sohle um 1957
Haspelkammer, 80m-Sohle
Aufwältigungsarbeiten 1993
Geöffneter Stollen